Apostel Korbien in Meißen:
Unsere Erwartungen an Gott?

Apostel Jens Korbien führte am 15.04.2018 den Sonntagsgottesdienst für die Gemeinden Riesa und Meißen in der Kirche in Meißen durch. Das zentrale Thema der Predigt waren Erwartungen, die Christen an Gott haben. Ein Höhepunkt im Gottesdienst war die Heilige Versiegelung, die einem Säugling gespendet wurde.

Der Apostel kam gemeinsam mit den Bezirksämtern des Kirchenbezirks Dresden nach Meißen und fand an diesem sonnigen Frühlingstag eine gut gefüllte Kirche vor. Als Grundlage für die Predigt nutzte er das Bibelwort 4.Mose 14,24:

"Nur meinen Knecht Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm ist und er mir treu nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen, in das er gekommen ist, und seine Nachkommen sollen es einnehmen"

Zunächst ging der Apostel auf Kaleb ein, da diese biblische Person nicht so oft in den Fokus rückt. Er gehörte zu den zwölf Kundschaftern, die nach der Wüstenwanderung des Volkes Israel das gelobte Land erkunden sollten. Nach ihrer Erkundung erzählten diese Gesandten, dass in dem Land zwar "Milch und Honig" fließen, es aber auch von starken Völkern bewohnt wird, die man nicht schlagen kann. Nur Josua und Kaleb beschwichtigten das Volk und verwiesen auf die Hilfe des Herrn, mit der alles möglich ist. Kaleb besaß einen anderen Geist als die restlichen Kundschafter, denn er hatte nicht die Erwartung, dass es leicht fallen würde, das Land zu erobern. Gott schenkte ihm für seine Treue die Gebiete um Hebron nach den 40 Jahren in der Wüste.

Auch wir könnten falsche Erwartungen an Gott haben. Wenn diese dann nicht erfüllt werden, sind wir von Gott enttäuscht. Aber nicht Gott, sondern unsere hohen Erwartungen sind die Ursache für diese Enttäschung. In einem der verschiedenen Beispiele verwies der Apostel auf die falsche Erwartung, dass unser Leben durch den Empfang des Heiligen Geistes bei der Versiegelung leichter werden würde. Das ist nicht der Fall. Um Gott dennoch treu bleiben zu können, müssen wir die richtigen Erwartungen haben. Dann belohnt er uns mit dem ewigen Leben an seiner Seite.

Ein besonderer Moment im Gottesdienst war das Sakrament der Heiligen Versieglung, in dem einem sechs Monate alten Kind aus der Gemeinde Riesa die Gabe des Heiligen Geistes gespendet wurde. Diese kleine Seele hat nun die Möglichkeit, das ewige Leben an Gottes Seite zu erreichen, wobei die Eltern die Verantwortung für den Glaubensweg ihres Kindes bis zur Konfirmation tragen.

Die musikalischen Beiträge wurden vom Chor beider Gemeinden, sowie Solisten, Instrumentalisten und der Meißner Jugendgruppe gestaltet.